| 22.08.2008 | 05:00 UTC
Studie: Bevölkerungsschwund im Osten immer dramatischer
BERLIN: Der Bevölkerungsschwund in Ostdeutschland setzt sich einer neuen Studie zufolge in einem dramatischen Tempo fort. Innerhalb der nächsten zehn Jahre würden einige Landkreise etwa in Sachsen-Anhalt oder Thüringen mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verlieren, heißt es in einer Untersuchung des 'Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung'. Die Bevölkerung der östlichen Bundesländer könnte demnach bis 2030 um fast ein Drittel schrumpfen. Trotz der Milliarden-Subventionen seit der deutschen Wiedervereinigung komme der Osten ökonomisch nur schleppend voran, heißt es in der Studie weiter. Kein Bundesland dort würde etwa die Kriterien für eine Aufnahme in die EU erfüllen. Vor allem fehle es an einer funktionierenden Marktwirtschaft, die dem Wettbewerbsdruck innerhalb der EU auch ohne Fördermittel standhalten könne. Für die Studie des Berliner Instituts wurden die Lebensverhältnisse in insgesamt 285 europäischen Regionen bewertet.
