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 | 24.07.2008 | 14:00 UTC

EU legt Flüchtlings-Initiative auf Eis

BRÜSSEL: Die Bundesregierung hat ihre Initiative für eine verstärkte Aufnahme verfolgter Menschen überraschend auf Eis gelegt. Die EU-Innenminister kamen auf Veranlassung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble überein, vorerst keine zusätzlichen Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen. Die Bundesregierung folgte damit, wie es heißt, einer Bitte des irakischen Ministerpräsidenten Nuri el Maliki. Dieser hatte bei seinem Besuch in Berlin Befürchtungen geäußert, eine Abwanderung von Fachkräften stehe dem Wiederaufbau seines Landes entgegen. Erst im September wollen die EU-Staaten erneut beraten. Scharfe Kritik kam von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.