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Studi-DW | 19.10.2008 | 06:35

68er ade? - Wie sich Studenten heute politisch engagieren

Studentenführer Rudi Dutschke spricht 1968 bei einer Protestaktion in Berlin zu DemonstrantenGroßansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Studentenführer Rudi Dutschke spricht 1968 bei einer Protestaktion in Berlin zu Demonstranten

1968 protestierten Studenten gegen das gesellschaftliche System, gegen den Kapitalismus und nicht zuletzt gegen den Vietnamkrieg. Wir blicken zurück und schauen, was Studenten heute politisch bewegt.

In den letzten Wochen hat der RAF-Actionstreifen "Der Baader Meinhof Komplex" die Gemüter in Deutschland erhitzt. Ein Film über die RAF, die Rote Armee Fraktion, die sich als linksextreme terroristische Vereinigung 1970 von den Studentenbewegungen abgespalten hat. Der Actionfilm um die RAF hat gleich nach dem Start die Kinokassen in Deutschland gefüllt. Kritiker aber sagen, dass vieles von der eigentlichen Motivation der Studentenproteste im Film nicht nachvollziehbar sei. Begebenheiten würden zu verkürzt und verfälscht dargestellt und die Täter würden verherrlicht.

Angefangen hatten die Proteste der Studenten damals weltweit eigentlich in friedlicher Absicht, in den meisten Fällen ohne vorsätzliche Gewalt. Es waren Proteste für eine Welt ohne Diskriminierungen mit gleichen demokratischen Rechten für alle. Damit haben die so genannten 68er in den folgenden Jahren einige gesellschaftliche Veränderungen bewirkt, was etwa Chancengleichheit und Gleichberechtigung anbelangt.

Die Studentenbewegung der 68er bleibt für viele deshalb ein Mythos. Ob das berechtigt ist, versucht der Historiker Norbert Frei, Professor im Fachbereich Neuere und Neuste Geschichte der Universität Jena, in seinem Buch "1968- Jugendrevolte und Globaler Protest" aufzuarbeiten.

Heute beziehen sich viele Studenten-Aktionen mehr auf hochschulpolitische Fragen. Politisches Engagement findet eher innerhalb organisierter Verbände wie etwa Amnesty International statt. Studi-DW hat mit Studenten gesprochen, in welchen Bereichen sie sich warum politisch engagieren.

Moderation: Gaby Reucher

 
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