Quadriga
Der internationale Talk
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Endlich volljährig – wo steht Deutschland nach 18 Jahren Einheit?
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der Fall der Mauer, die Freudentränen wiedervereinigter Familien aus Ost- und Westdeutschland, das feierliche Hissen der Einheitsflagge am 3. Oktober 1990 – die Bilder der deutschen Einheit haben sich im nationalen Gedächtnis eingeprägt. Doch die Glücksgefühle von damals sind nach 18 Jahren fast vergessen.
Sich zu vereinen, heißt teilen lernen, hatte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Deutschen gewarnt. Doch das Teilen fällt schwer, bis heute.Die Wiedervereinigung hat ein Loch in das deutsche Rentensystem gerissen,
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: der Aufbau Ost Milliarden Steuergelder verschluckt. Und trotzdem hinken die Regionen der ehemaligen DDR wirtschaftlich noch immer hinter den westdeutschen Ländern her – die Arbeits- und Ausbildungsplätze sind rar, die Löhne niedrig und der Lebensraum für viele unattraktiv.
International hat das wiedervereinigte Deutschland jedoch an Stärke gewonnen – nicht immer zur Freude seiner Partner.
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Selbstbewusst fordert die Bundesrepublik einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, der Partnerschaft mit den USA setzte sie 2003 klare Grenzen, als es um den Angriff des Iraks ging. Und in Europa ist Deutschland längst zur starken Mittelmacht gewachsen – nicht nur geographisch.
So kann die gesamtdeutsche Bundesrepublik zu ihrem 18. Geburtstag eine positive Bilanz ziehen. Die beiden deutschen Teile sind zu einem demokratischen Rechtsstaat zusammengewachsen, der im internationalen
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Konzert der Mächte sowohl politisch als auch wirtschaftlich eine wichtige Stimme hat. Und diese Stimme wird seit drei Jahren von einer Ostdeutschen mit westdeutschen Wurzeln geführt – Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Die Gäste der deutschen Sendung waren:
Andreas Rinke - Nach seinem Studium der Geschichte in Hannover, London und Paris steigt er in den Journalismus ein. Seine Laufbahn beginnt er als Politikredakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. 2000 wechselt er in das Berliner Büro der Tageszeitung Handelsblatt. Heute ist er als stellvertretender Büroleiter dieser Zeitung für die Ressorts Außen- und Sicherheitspolitik zuständig.
Pascale Hugues -- In Straßburg geboren, arbeitet die Journalistin zuerst beim BBC World Service in London und dann als England-Korrespondentin für die französische Tageszeitung "Libération". 1989 kommt sie für diese Zeitung nach Deutschland. Seit 1995 schreibt sie als Korrespondentin für das französische Nachrichtenmagazin "Le Point". Als Autorin wird sie mit ihrem Buch "Deutsches Glück" bekannt.
Wieslaw Wawrzyniak - Der Pole kommt nach seinem Soziologiestudium an der Warschauer Universität nach Berlin. Nach weiteren Studien in Deutschland und Kanada beginnt er seine journalistische Tätigkeit bei "Radio Free Europe" in München. Von 1998 bis 2006 arbeitet er für die polnische Sektion des "BBC World Service" als Korrespondent in Berlin. Nebenbei schreibt er auch für andere polnische Medien, wie " Newsweek Polska" oder die Tageszeitung Rzeczpospolita". Heute ist er politischer Korrespondent und Kommentator des Polnischen Rundfunk "Polski Radio".






