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Quadriga

Der internationale Talk

Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  

Machtwechsel in Israel – Bewegung im Nahen Osten?

Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Jetzt liegt es an ihr, Israels politischen Kurs zu bestimmen: Außenministerin Zipi Livni könnte nach Golda Meir die zweite Premierministerin in Jerusalem werden. Nach dem Rücktritt Ehud Olmerts bleiben ihr sechs Wochen, eine neue Regierung zu bilden – wenig Zeit, angesichts der parteipolitischen Hürden, die es zu überwinden gilt. Denn Ehud Barak, Vorsitzender der Arbeitspartei und bisheriger Partner von Livnis Kadima-Partei, schmiedet hinter den Kulissen bereits an einem alternativen Bündnis mit Oppositionsführer Benjamin Netanyahu vom konservativen Likud-Block.

 

Für Livni spricht, dass sie nach den Korruptionsskandalen um Ex-Premier Olmert mit einer absolut weißen Weste aufwarten kann. Ihr Name steht in keiner Ermittlungsakte, und ihr Spitzname „Miss Clean“ verspricht eine Politik jenseits der Kungelei. Doch nicht nur ihre männlichen Rivalen, auch die Wähler hegen offensichtlich Zweifel, ob eine Frau ohne militärische Erfahrung stark genug sein kann, das Land zu führen. Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Käme es zu Neuwahlen, würde laut Umfragen eine Mehrheit dem Oppositionschef diese Aufgabe zutrauen. 

 

Für Benjamin Netanyahu wäre es die zweite Chance, sich als Premierminister zu behaupten. 1999 war er nach drei Jahren im Amt abgewählt worden. Er gilt als Hardliner, der einen unabhängigen Palästinenser-Staat strikt ablehnt. Zipi Livni hingegen tritt für eine Zweistaatenlösung ein. Beim Nahost-Gipfel in Annapolis hatte Israel im vergangenen Jahr sein Versprechen gegeben, in ernsthafte Friedensverhandlungen einzusteigen – noch während der Amtszeit von US-Präsident Bush. Diese läuft im Januar 2009 aus, Israel muss sich also beeilen, eine neue und vor allem friedensorientierte Regierung zu finden.

 

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