Fokus Amerika | 27.11.2008
Land unter in Brasilien
Seit 50 Tagen regnet es ununterbrochen im Süden Brasiliens. 1,5 Millionen Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen, viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten.
Die diesjährige Regenzeit hat in Lateinamerika bislang zahlreiche Topesopfer gefordert. In Kolumbien kamen bei einem Erdrutsch nach starken Regenfällen mindestens zehn Menschen ums Leben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Regenzeit Mitte September auf mindestens 44. Besonders dramatisch ist die Lage im Süden Brasiliens. Weite Teile des südlichen Bundesstaates Santa Catarina stehen unter Wasser, zahlreiche Städte und Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Die Regierung verteilt Lebensmittel und Medikamente per Hubschrauber. Doch die Hilfe erreicht nicht alle Betroffenen: hungernde Überlebende haben damit begonnen, Supermärkte und leer stehende Privathäuser zu plündern.
Rassismus in den USA
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Weckt die Wahl des ersten schwarzen US-Präsidenten alte rassistische Ressentiments zu neuem Leben?
"Yes, we can" - mit dieser Botschaft, die Barack Obama zum Wahlsieg geführt hat, verbinden viele US-Bürger die Hoffnung auf ein neues Zeitalter für die USA. Das die Vereinigten Staaten gut hundert Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei reif sind für den ersten schwarzen Präsidenten wird gerne unter der Rubrik "historisch" verbucht. Unter Obama, so die Hoffnung vieler, werden die USA die unter George Bush verspielten Sympathien in der Welt zurückgewinnen.
Auch im Inneren erhoffen sich viele US-Bürger eine Überwindung der tiefen Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, in pro-Bush oder anti-Bush, in weiß und schwarz. Doch diese Hoffnung entpuppt sich zunehmend als trügerisch. Seit dem Wahlsieg von Barack Obama sind in Dutzenden US-amerikanischer Städte verstärkte rassistische Übergriffe zu beobachten. Auch der Südstaaten-Geheimbund Ku-Klux-Klan verzeichnet wieder einen regelrechten Mitgliederandrang.
Matriarchat in Mexiko
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Bei den Zapoteken haben die Frauen das Sagen
Mexiko, so wird gemeinhin angenommen, ist das Land der Machos. In ganz Mexiko haben die Herren der Schöpfung das Sagen. In ganz Mexiko? Nein - denn im Süden des Landes liegt Juchitán, bekannt als die Stadt der Frauen. Dort lebt das Volk der Zapoteken, und bei diesen Ureinwohnern Mexikos hat sich schon vor Urzeiten das Matriarchat durchgesetzt. Die Sängerin Martha Toledo ist in dieser Tradition aufgewachsen, und in ihren Liedern offenbart sie einen Einblick in die matriarchalische Gesellschaft von Juchitán. Bis Ende November ist Martha Toledo auf Deutschlandtournee.
Redaktion: Mirjam Gehrke










