Made in Germany (deutsch)
Globalisierung – Engagement im Ausland schafft Arbeitsplätze im Inland
Über 30 Millionen Euro hat der Etiketten-Hersteller HERMA im Frühjahr investiert. Jetzt betreibt die Firma aus Stuttgart die modernste Beschichtungsanlage der Welt.
HERMA ist über die europäischen Grenzen hinaus als technologieführender Spezialist für Selbstklebetechnik anerkannt. Seit über einhundert Jahren stellt das Unternehmen Etiketten für Handel, Industrie und Büro her. Möglich wurde die Investition, die auch Arbeitsplätze schafft und sichert, durch das Engagement des Unternehmens im Ausland. Eine Studie die der IHK-Stuttgart bestätigt dies: Firmen, die Exportieren schaffen eher Arbeitsplätze auch in der Heimat als Firmen, die sich nur auf den heimischen Markt konzentrieren. Joachim Eggers schaut sich für MADE IN GERMANY bei HERMA um.
------------------------------------------------------------
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der Papiermaschine verdankt er seinen Arbeitsplatz. Tobias Kreutzer bekam seinen Job, als das Unternehmen Herma diese hochmoderne Anlage baute. Investitionskosten: 35 Millionen Euro. Eine große Verantwortung für den 28-jährigen: "Man muss Gefühl für Papier haben, das Gefühl für eine Großmaschine, es ist viel Zeitdruck, also es hat mit Stress zu tun, man muss sofort reagieren können, und man muss gut drauf sein, es ist eigentlich sehr vielseitig."
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Der Geschäftsführer von Herma mit Kunden aus den Niederlanden. Geschäftsführer Thomas Baumgärtner hat die Anschaffung der Maschine vor rund zwei Jahren auf den Weg gebracht, weil die Nachfrage gerade aus dem Ausland absehbar steigt: "Wenn wir nur in Deutschland vertreiben würden, hätten wir das hier alles nicht erschaffen. Denn letzten Endes war der Auslöser für die Investition ein überaus starkes Wachstum für unser Unternehmen, das vor allem im europäischen Ausland stattfindet. So haben wir eine Exportquote von über 70 Prozent, und für den innerdeutschen Markt hätten die bestehenden Anlagen bei Weitem ausgereicht."
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Thomas Baumgärtner rechnet damit, dass sich die Anlage in sechs Jahren amortisiert hat. Sein Unternehmen Herma erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von über 200 Millionen Euro. Seinen Stammsitz hat es in Filderstadt bei Stuttgart. Von hier aus exportiert Thomas Baumgärtners Firma in 81 Länder weltweit: Ohne Globalisierung geht es eigentlich nicht, wobei so etwas pauschal schwer zu sagen ist. Normalerweise muss man sich das an einem konkreten Beispiel anschauen. Aber letzten Endes ist es so, ohne Globalisierung, das würde ja Abschottung bedeuten, und Abschottung würde bedeuten, dass man sich den Anforderungen im Markt nicht stellt, und letzten Endes sieht man dass abgeschottete Märkte an Wettbewerbsfähigkeit verloren haben, insofern halte ich die Chancen, die die Globalisierung bietet, für wesentlich größer als die Risiken."
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Herma produziert unter anderem solche selbstklebenden Ettiketten und bietet Auszubildenden wie Tanja Schmitt eine Perspektive. Insgesamt hat Herma rund 800 Mitarbeiter. Tanja Schmitt macht ihre Ausbildung zur Industriekauffrau: "Ich spreche Englisch, Italenisch, Französisch. Das habe ich in der Schule gelernt, und könnte mir vorstellen, das später auch einzusetzen gerade in einer Abteilung wie dem Export, da wir ja ein global agierendes Unternehmen sind."
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Lyreco ist einer der Großkunden des Unternehmens. Betreut werden sie von Thomas Goal, der eher selten im Büro sitzt. Normalerweise reist er durch Europa und die Welt, mit einem Koffer voller Haftmaterialien made by Herma. Für ihn ist die Globalisierung ein Wachstumsmotor: "Lyreco ist zum Beispiel so ein Global Player, wie man sagt, also ein internationaler Kunde, und der verteilt die Büromaterialien, also zum Beispiel auch unsere Ettiketten an Großunternehmen wie Daimler-Chrysler, Bosch usw., also der liefert an die Schreibtische, wenn eine Sekretärin zum Beispiel Ettiketten braucht, dann beliefert das die Firma Lyreco an den Schreibtisch." Thomas Goals Kollege vom Vertrieb und Tanja Schmitt die Auszubildende hätten hier keinen Job, wäre ihr Unternehmen nicht weltweit tätig.
Weitere Schlagzeilen
Audios und Videos zum Thema
Umfrage
Wie hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?









