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Made in Germany (deutsch)

Mietmanager – der Trend zum kurzfristigen Interims-Chef

Viele Unternehmen, die ihre Abteilungen einst rigoros verkleinert haben, können wichtige Projekte nur noch mit externer Verstärkung meistern. Selbständige, gut vernetzte Spezialisten bieten ihre Dienste an: Interimsmanager. Diese sehen sich als Alternative zu Beraterfirmen. Sie sind Einzelkämpfer und kosten vergleichsweise wenig, denn nach spätestens 18 Monaten ist ihr Einsatz beendet.

Während Beraterfirmen oft mit ganzen Stäben anrücken, sind Interimsmanager flexibel und an Hierarchie nicht interessiert. Solche festen Strukturen haben fast alle Mietmanager durchlaufen, teils in Konzernen und mittelständischen Produktionsbetrieben, teils auch bei großen Consultern. Sie schätzen nun ihre Unabhängigkeit. Dafür nehmen sie hin, dass sie monatelang fern von zuhause in Hotels leben. Interimsmanager sind Zeitarbeiter auf hohem Niveau. Sie werden von speziellen Agenturen vermittelt. Wie der Arbeitskreis Interim-Management Provider schätzt, gibt es in Deutschland inzwischen über 10 000 Interim-Manager. Ihre Tagessätze liegen je nach Art des Einsatzes zwischen 700 bis 2500 Euro. Eine Reportage von Holger Trzeczak.

 
 
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