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Interview | 27.08.2008

Weltwirtschaftsinstitut: Westliche Sanktionen könnten Unterbrechung russischer Gaslieferung bedeuten

Matthias Busse, Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut, im Interview der Deutschen Welle

     

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hält wirtschaftliche Sanktionen westlicher Staaten gegenüber Russland nicht für ausgeschlossen. Das hätte Auswirkungen nicht nur auf die Russen, die in diesem Fall Einnahmen verlieren würden. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Matthias Busse, Leiter des Bereichs Weltwirtschaft am HWWI: „Da wir vom russischen Gas abhängig sind, könnten unsere Gasleitungen im Winter kalt bleiben.“

Bezogen auf westliche Unternehmen, die in Russland tätig sind, würden Sanktionen „massive Einbrüche bedeuten. Wie ich die politische und wirtschaftliche Lage sehe, würde die russische Regierung mit Sicherheit antworten und unsere Waren gezielt boykottieren.“ Darunter werde die deutsche Exportwirtschaft „massiv leiden“. Die Russen seien genauso abhängig von ihren Einnahmen aus Gas- und Ölexporten wie der Westen von russischen Energielieferungen. Busse: „Man sollte aber nicht so naiv sein und glauben, dass wir in einer mächtigeren Position sind. Das ist in etwa ausgeglichen.“

27. August 2008
100/08

 
 
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