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Interview | 25.08.2008

Herta Däubler-Gmelin: Menschenrechte dürfen nach Olympia nicht von der Agenda verschwinden

Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Interview der Deutschen Welle

    

Die Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestags, Herta Däubler-Gmelin (SPD), hat sich dafür ausgesprochen, dass die Menschenrechte in China nach den Olympischen Spielen weiter auf der Agenda der Weltöffentlichkeit bleiben. „Wir sollten die Menschenrechte deutlich und unnachgiebig anmahnen, und wir müssen da dran bleiben, auch als Menschenrechtsaktivisten und Politiker“, sagte die frühere Bundesjustizministerin in einem Interview der Deutschen Welle.

Gleichzeitig empfahl die SPD-Politikerin, auch die Fortschritte Chinas in Bezug auf soziale Menschrechte wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Überwindung der Armut zu sehen. Däubler-Gmelin: „Es wäre manchmal für die Freiheitsrechte, wo China zwar noch eine Menge zu tun hat, förderlicher, man würde anerkennen, welche Fortschritte dort bei den sozialen Menschenrechten in den letzten Jahren stattgefunden haben.“

Däubler-Gmelin nahm die Sportler gegen den Vorwurf in Schutz, in China nicht deutlicher für Menschenrechte demonstriert zu haben. „Man darf den Sportlern nicht zuviel auflasten. Das ist Sache der Journalisten und der Politik. Beide müssen ihrer Verantwortung nachkommen, auch indem sie das IOC und die Sponsoren ermahnen, aufmerksamer zu sein.“

25. August 2008
98/08

 
 
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