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Interview | 19.08.2008

Niger: Rebellenführer dementiert Waffenstillstand

Aghali Alambo, Chef der Tuareg-Rebellen, im Interview der Deutschen Welle

      

Der Chef der Tuareg-Rebellen im westafrikanischen Niger hat die Vereinbarung eines Waffenstillstands mit der Regierung des Landes dementiert. Entgegen anders lautenden Berichten im nigrischen Staatsfernsehen habe seine „Bewegung für Gerechtigkeit in Niger“ (MNJ) dem nicht zugestimmt. In einem Interview mit DW-RADIO sagte Rebellenführer Aghali Alambo: „Es wurde bewusst Verwirrung gestiftet und unklar im Fernsehen berichtet. Wir haben niemals gesagt, dass wir einer Waffenruhe zustimmen“, so Alambo. Die MNJ werde nicht direkt mit der Regierung des Niger verhandeln. Alambo: „Das haben wir bisher nicht getan und wir werden es auch in Zukunft nicht tun.“

Deshalb sei die Vermittlung Libyens im Konflikt zwischen den Tuareg-Rebellen und der Regierung im Norden des Wüstenstaats wichtig. „Wir brauchen diese Hilfe durch ein anderes Land. Der Regierung des Niger vertrauen wir nicht“, sagte Alambo der Deutschen Welle. Seine Bewegung sei „offen für einen Dialog“.

Die MNJ kämpft im Norden des Landes für eine größere Beteiligung der Tuareg an den Einnahmen aus den Uran-Vorkommen in ihrem Gebiet.

19. August 2008
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