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Projekt mit Perspektive - Wie Hauptschüler in Emden beim Bootsbau fit für die Arbeitswelt werden
Hauptschulen haben in Deutschland einen schlechten Ruf. Im Bundesland Hamburg sollen sie ab dem kommenden Schuljahr sogar ganz abgeschafft werden. An der Cirksenahaupt- und Realschule in Emden in Niedersachsen will man das Selbstbild der Hauptschüler stärken und ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt fördern.
Hier bauen die Schüler im Werkunterricht Boote. Nicht nur zum Spaß, sondern für richtige Auftraggeber. Werklehrer Edzard Neumann hatte das Projekt vor drei Jahren angeschoben. Unter den schon abgschlossenen Aufträgen sind z.B. Rettungsboote für das Traditionsschiff "Prinz Heinrich" in Leer. Die Schüler halfen bei der Restaurierung des Dampfers, der um 1909 zwischen Leer und der Insel Borkum verkehrte. Vier Stunden pro Woche zimmern die Jugendlichen im Bootsbau. Wenn es sein muß, sogar in ihrer Freizeit und in den Ferien. Die Schüler erwerben dabei handwerkliche Fähigkeiten, lernen Sorgfalt und Zusammenarbeit im Team. Auf der anderen Seite wird Geld gespart für die Restaurierung der "Prinz Heinrich". Auch bei der Lehrstellensuche haben die Schüler der Cirksenaschule gute Chancen.






