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Olympia aktuell | 15.08.2008

7. Wettkampftag: Olympiagold für Schwimmerin Britta Steffen

Zu Beginn des 7. Wettkampftages durfte man im deutschen Schwimmteam endlich einmal so richtig jubeln, hielt Britta Steffen doch dem ungeheuren Druck stand. Retten kann sie die deutsche Schwimm-Bilanz aber nicht mehr.

Britta Steffen nach ihrem GoldrennenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Britta Steffen nach ihrem Goldrennen

Am drittletzten Tag der  Schwimmentscheidungen war es endlich so weit – Britta Steffen sicherte über 100 m Freistil  dem Deutschen Schwimm-Verband die erste Goldmedaille, die auch die einzige Medaille bleiben wird. Das letzte deutsche Schwimm-Gold bei Olympia hatte Dagmar Hase 1992 in Barcelona über 400 m Freistil gewonnen. Als Sechstschnellste hatte sich Britta Steffen für das Finale qualifiziert und damit die gewünschte Außenbahn erreicht. Neben ihr schwamm die für Viele große Favoritin Libbie Trickett und zog erwartungsgemäß auf den ersten Metern davon. Nach 50 Metern wendete Steffen als Letzte – kaum etwas sprach in dem Moment für eine Medaille. Aber auf der zweiten Bahn zeigte sich, dass die Experten mit ihrer Einschätzung, sie sei die Stärkste auf der zweiten Hälfte, richtig lagen. Unaufhaltsam zog Steffen vorbei und schlug in 53,12 Sekunden vier Hundertstelsekunden vor der Australierin Tricket an. Bronze ging an die Amerikanerin Natalie Coughlin.

 

Weitere Weltrekorde im Wasserwürfel

 

Michael Phelps - der Jubel wird gedämpfterBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Michael Phelps - der Jubel wird gedämpfter

In den anderen Schwimmentscheidungen  holte sich Michael Pelps über 200 m Lagen sein sechstes Gold von Peking – natürlich mit einem neuen Weltrekord von 1:54,23 Minuten. Rebecca Soni aus den USA hat überraschend den Olympiasieg über 200 m Brust geschafft. In der neuen Weltrekordzeit von 2:20,22 Minuten siegte sie vor Favoritin Leisel Jones aus Australien und der Norwegerin Sara Nordenstamm. Ryan Lochte wurde Olympiasieger über 200 m Rücken in der neuen Weltbestzeit von 1:53,94 Minuten. Silber ging an seinen Landsmann Aaron Peirsol vor dem Russen Arkadi Wjatschanin.

 

Auf der Bahn wird alles besser

 

Bronze in der Mannschaftsverfolgung: Rene Enders, Maximilian Levy und Stefan Nimke Bildunterschrift: Bronze in der Mannschaftsverfolgung: Rene Enders, Maximilian Levy und Stefan Nimke

Vier Jahre nach dem Olympiasieg in Athen haben die deutschen Teamsprinter zum Auftakt der olympischen Bahnrad-Wettbewerbe in Peking die Bronzemedaille gewonnen. Rene Enders aus Erfurt, der Cottbuser Maximilian Levy und Stefan Nimke aus Schwerin gewannen im kleinen Finale gegen Australien und holten das erste Edelmetall für den Bund Deutscher Radfahrer in der chinesischen Hauptstadt. Im Rennen um Bronze genügte dem deutschen Trio in 44,014 Sekunden ein Vorsprung von 8/1000 zum Sieg. Nimke hatte bereits dem goldenen Trio in Athen angehört.

Im Finale um Gold setzte sich Favorit Großbritannien in 43,128 Sekunden mit deutlichem Vorsprung vor Frankreich durch.

USA beendet Chinas Siegesserie im Turnen

 

Oksana Chusovitina - mit 33 noch unter den Top TenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Oksana Chusovitina - mit 33 noch unter den Top Ten

Erstmals ertönte nach einem Turnwettbewerb in Peking nicht die chinesische Nationalhymne. Im Mehrkampfinale der Frauen setzte sich die Amerikanerin Nastja Ljukin vor ihre Landsfrau Shawn Johnson durch. Für China blieb Bronze durch Yang Yilin. Die immerhin schon 33 Jahre alte Oksana Tschusowitina turnte fehlerfrei und schaffte so mit ihrem neunten Rang die beste Mehrkmapf-Platzierung einer deutschen Turnerin seit 20 Jahren.

 

Start der Leichtathletik-Wettbewerbe

 

Erster Leichtathletik-Olympiasieger: Tomasz Majewski aus PolenBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Erster Leichtathletik-Olympiasieger: Tomasz Majewski aus Polen

Kugelstoßer Tomasz Majewski aus Polen hat das erste Leichtathletik-Gold in Peking gewonnen. Er setzte sich vor 91 000 Zuschauern im ausverkauften Nationalstadion überraschend mit 21,21 Metern durch. Silber holte der Amerikaner Christian Cantwell vor dem Weißrussen Andrej Michnewitsch. Der große Favorit Adam Nelson aus den USA schaffte es auch im dritten Anlauf nicht, Olympiasieger zu werden. Der Weltjahresbeste kam mit drei ungültigen Versuchen nicht ins Finale der besten Acht. Peter Sack war als einziger deutscher Starter in der Qualifikation gescheitert. 

 

Fußball-Weltmeisterinnen müssen nachsitzen

 

120 Minuten Kampf: Anja Mittag (links) verfehlt das TorBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  120 Minuten Kampf: Anja Mittag (links) verfehlt das Tor

Die deutschen Fußball-Frauen sind ihrem großen Traum vom ersten Olympiagold einen Schritt näher gekommen. Allerdings mussten die Weltmeisterinnen im Viertelfinale gegen Schweden härter kämpfen als geplant. Erst in der Verlängerung fielen die Tore zum 2:0-Sieg. Kerstin Garefrekes und Simone Laudehr trafen in Shenyang in der 105. und in der 115. Minute. Im Halbfinale gegen Brasilien wird man sich steigern müssen.

 

Erster echter olympischer Dopingfall

 

Dopingsünder Jong Su KimBildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Dopingsünder Jong Su Kim

Die olympischen Spiele von Peking haben ihren ersten echten Dopingfall – d.h., dass ein Sportler  erwischt wurde, der auch an einem Wettkampf teilgenommen hat, was bei den bisherigen Dopingfällen nicht so war  Dem Silbermedaillengewinner mit der Freien Pistole und Bronzemedaillengewinner mit der Luftpistole, dem Nordkoreaner Kim Jong-Su, wurde der Gebrauch eines Betablockers zur Beruhigung nachgewiesen. Ihm wurden beide Medaillen aberkannt. Außerdem wurde der letztplatzierten Turnerin Do Thi Ngan aus Vietnam der Gebrauch eines Diuretikums, oft eingesetzt zur Dopingverschleierung, nachgewiesen. Auch sie wurde von den Spielen ausgeschlossen.

 
 
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