Top-Thema | 08.08.2008
Die Roboter kommen
Roboter als neue Helfer im Alltag? Schon bald sollen sie sich um alte Menschen und kleine Kinder kümmern. Mit so genannten Partner-Robotern wollen Firmen wie Toyota viel Geld verdienen.
Sie spielen Tuba, Trompete und Schlagzeug – aber es sind keine Menschen, die auf der Bühne sitzen, sondern Roboter. Sie geben ein richtiges Konzert und verbeugen sich am Ende sogar artig. Mit solchen Shows will Toyota zeigen, wie genau und vor allem vorsichtig ihre Roboter inzwischen arbeiten können. Denn sie sollen später Aufgaben wie die Pflege von alten und kranken Menschen übernehmen.
Auch als Babysitter können diese künstlichen 'Partner' eingesetzt werden. Der Roboter Papero von der Firma NEC ist so ein Gerät. Es spielt mit den Kindern und weiß über einen Funkchip immer, wo diese gerade sind. Die Eltern können bei der Arbeit am Computer auf ihrem Bildschirm sehen, was ihre Kinder machen. Sie können dem Roboter sogar über ein Handy Anweisungen geben.
Noel Sharkey, Professor für Künstliche Intelligenz und Robotik an der Universität Sheffield, findet diese Entwicklung problematisch: Kann ein Kind einen Roboter als Vorbild haben? Darf ein Roboter für einen Menschen entscheiden? Wer ist verantwortlich, wenn etwas schief geht? "Ich hoffe, dass das bedacht wird, bevor die Roboter immer mehr Aufgaben von Menschen übernehmen", sagt Sharkey. "Aber ich glaube, die Diskussion wird erst dann beginnen, wenn sie schon längst in Aktion sind."
Glossar
Roboter, der – eine Maschine, die bestimmte Arbeiten erledigen kann
Tuba, die – ein großes Instrument, das beim Hineinblasen tiefe Töne macht
Schlagzeug, das – ein Instrument, auf das man schlägt, um Töne zu machen
ein Konzert geben – vor einem Publikum Musik machen
sich verbeugen – hier: im Stehen den Oberkörper nach vorne bewegen, um sich beim Publikum zu bedanken
artig – so, dass man macht, was die Eltern sagen
Babysitter/in, der/die – Anglizismus: jemand, der auf kleine Kinder aufpasst
Funkchip, der – eine kleine flache Platte, die elektronische Informationen speichern kann
Künstliche Intelligenz, die – hier: die Wissenschaft, die sich mit künstlichem intelligentem Verhalten beschäftigt
Robotik, die – die Wissenschaft, die sich mit Robotern beschäftigt
problematisch – so, dass Probleme entstehen
Vorbild, das – jemand, den man so sehr bewundert, dass man so werden möchte wie er
etwas geht schief – etwas läuft nicht so, wie man will; etwas Schlimmes passiert
längst – seit langer Zeit
in Aktion sein – hier: eingesetzt werden
Fragen zum Text
1. Die Roboter-Konzerte sollen zeigen, dass Roboter …
a) die besseren Musiker sind.
b) genau und vorsichtig arbeiten.
c) alte Menschen mögen.
2. Papero weiß immer, … die Kinder sind.
a) wo
b) wer
c) wie
3. Welcher Satz ist nicht logisch? "Die Eltern benutzen ein Handy, …
a) damit sie Anweisungen geben können."
b) um Anweisungen zu geben."
c) obwohl sie Anweisungen geben wollen."
4. Wie findet Noel Sharkey die Entwicklung der Roboter?
a) unproblematisch
b) problemlos
c) problematisch
5. Er möchte, dass die Menschen mögliche Probleme bedenken, …
a) bevor die Roboter immer mehr Aufgaben übernehmen.
b) nachdem die Roboter immer mehr Aufgaben übernommen haben.
c) während die Roboter immer mehr Aufgaben übernehmen.
Arbeitsauftrag
Stellen Sie sich vor, Sie verfassen eine Werbeanzeige für einen neuen Roboter. Wie heißt er, was kann er und warum sollen die Menschen ihn unbedingt kaufen?
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