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Medienforschung

Die Medienforschung der Deutschen Welle

Konzept und Methoden

Medienforschung bei der Deutschen Welle ist Publikums-, Programm- und Rezeptionsforschung. Ganz konkret: Mit Hilfe von Repräsentativstudien erforscht die DW-Medienforschung die Struktur des Medienmarktes eines bestimmten Landes, einer Region oder einer Metropole sowie die Bekanntheit einzelner DW-Programmangebote und ihre Nutzung. Des Weiteren wird nach der allgemeinen Mediennutzung der Bevölkerung sowie nach deren Programminteressen gefragt. Auch werden Basisdaten zur Soziodemographie, d.h. Alter, Geschlecht, Bildung etc. der Hörer und Zuschauer der DW erhoben, daneben auch Daten zum Image der DW oder zum Deutschlandbild.

Neben den repräsentativen quantitativen Erhebungen führt die DW-Medienforschung auch qualitative Untersuchungen durch, wie beispielsweise Gruppendiskussionen (Focus Groups) oder Programmbeobachtungen. Diese sind zwar nicht repräsentativ, können aber individuelle Hinweise zur Optimierung des jeweiligen Programms liefern.

Das Team der Medienforschung versteht sich als Dienstleister für die Redaktionen, den Vertrieb, die Technik, das Programmmarketing und die Geschäftsleitung des Hauses.
Es bietet Informationen zur Nutzung der jeweiligen Programme sowie zur Konkurrenzsituation, somit zur weiteren strategischen Positionierung auf dem weltweiten Medienmarkt. Insgesamt hat die DW-Medienforschung seit 1980 rund 300 Länderstudien erstellt.

Methoden der Medienforschung

Das sozialwissenschaftliche Methodenspektrum der DW-Medienforschung umfasst - grob dargestellt - quantitative wie auch qualitative Verfahren. Durchgeführt werden persönliche, d.h. mit Interviewer vor Ort, schriftliche, telefonische, Online-und E-mail-Befragungen sowie Diary-Erhebungen, Tiefeninterviews und Focus Groups.
In Anbetracht des weltweiten Sendegebietes und der oft unzureichenden infrastrukturellen Voraussetzungen für demoskopische Studien bleibt die internationale Medienforschung eine Herausforderung.

So sind in manchen Ländern Afrikas und Asiens Bewohner ländlicher Gebiete schwer zu erreichen, in einigen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, z.B. Afghanistan, kann es schwierig sein, Frauen zu befragen, in Ländern ohne Rundfunk- und Pressefreiheit muss damit gerechnet werden, dass die Befragten hinsichtlich ihrer Mediennutzung nicht unbedingt die Wahrheit sagen (können), so dass die Aussagen besonders vorsichtig interpretiert werden müssen - stets wollen die kulturellen Unterschiede und Besonderheiten in den jeweiligen Ländern beachtet werden. 

Die DW-Medienforschung ist Mitglied der "Conference of International Broadcasters' Audience Research Services" - kurz CIBAR. Mitglieder der CIBAR sind neben der DW weitere internationale Rundfunkanbieter wie Radio France Internationale, BBC, Voice of America und Radio Free Europe/Radio Liberty. Sie einigen sich auf Standards für die weltweite Medienforschung. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und auf dem Gebiet der Forschung zu kooperieren.

 


 

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