1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose form 30 Languages

 
 
 

 

„Gezwungen, grausam zu sein!“

Kindersoldaten in KongoGroßansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Kindersoldaten in Kongo

International renommierte Fotografen zeigen Schicksale von Kindersoldaten: Die Ausstellung ist noch bis Ende November 2008 in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen, dann in New York und Tokio.

Zunächst waren die eindrucksvollen Fotos im Rahmen des Deutsche Welle Global Media Forum im Juni 2008 im Bonn zu sehen - möglich gemacht von der Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse in Bonn und den deutschen Auslandsrundfunk. Die Ausstellung macht auf das Schicksal der Kindersoldaten in aller Welt aufmerksam.

„Die abschreckenden Bilder bilden den Schmerz und das tägliche Leiden in den Gesichtern dieser Kinder ab. Sie enthüllen eine tragische Geschichte, der keine Worte gerecht werden können.“ Leora Kahn, die in New York lebende Kuratorin der Fotoschau, hat herausragende Fotografen für ihr Projekt vereint: Unter anderem ist der Brite Tim Hetherington dabei. Er wurde kürzlich für sein Foto eines verwundeten amerikanischen Soldaten im Irak mit dem „World Press Photo“-Preis ausgezeichnet, dem „Oscar“ für Pressefotografen. 

Die Kuratorin wie auch der Initiator der Ausstellung, Peter Mantello, waren zur Eröffnung der Ausstellung „Gezwungen, grausam zu sein!“ nach Bonn gekommen. Im World Conference Center waren 80 bewegende Motive zu sehen. 

Mit dabei außerdem die Fotografen Lynsey Addario, der Kindersoldaten im Sudan dokumentierte, Martin Adler mit Motiven aus Kolumbien, Riccardo Gangale, Cedric Gerbehaye und Roger Lemoyne, die Fotos aus dem Kongo ausstellen, sowie Tim Hetherington (Fotos aus Liberia), Q. Sakamaki (Afghanistan), Dominic Sansoni (Sri Lanka) und Ami Vitale (Nepal).

Und nicht zuletzt Peter Mantello. Der Fotograf und Filmemacher, der als Professor an einer japanischen Universität lehrt, hielt seine Eindrücke in Birma fest. „Die Gesichter zwingen uns zu begreifen, dass wir nicht Kinder beim Spielen sehen, sondern Kinder in Erwachsenenkleidung, die in ihren Händen echte Waffen für einen echten Kampf halten“, so Leora Khan bei der Eröffnung. Die Gründerin der Organisation „Proof: Media for Social Justice“ hat sich der Fotografie als Mittel zur Aufklärung verschrieben: Zum andauernden Konflikt in Darfur geht derzeit eine Wanderausstellung durch die USA, das Buch dazu wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch zum Genozid in Ruanda bereitet sie eine Ausstellung vor.

Weltweit sind internationalen Schätzungen zufolge rund 300.000 Kindersoldaten im Einsatz. Sie werden für reguläre Streitkräfte wie auch Rebellenverbände rekrutiert und zum bewaffneten Kampf gezwungen. Kindersoldaten zählen in vielen Konflikten zum festen Bestandteil der militärischen Infrastruktur.

Ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen den Einsatz von Kindern ist das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention, in dem sich die Unterzeichnerstaaten verpflichten, keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren zu rekrutieren. Ebenso wichtig ist der neue Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Wer Kinder in Kämpfe schickt, kann zukünftig nach dem Statut des Gerichtshofes als Kriegsverbrecher verurteilt werden.

Seit über zehn Jahren bemühen sich zahlreiche nationale und internationale Organisationen, gegen das Unwesen der Kindersoldaten anzugehen und weltweit über das Schicksal dieser Kinder aufzuklären.

Leora Khan: „Wir müssen dieses unmenschliche Rekrutieren von Kindern, die unsere Kriege kämpfen sollen, stoppen und ihnen erlauben, Kinder zu sein.“

 

 
 

Rückblick - Reportagefotos aus Indien

Impressionen aus einem Dorf der Lamani

Gerd F. Trautmann während der Ausstellungseröffnung

In der Reihe "Kunst der Welt" waren im Herbst 2007 im Funkhaus der Deutschen Welle die Reportagefotos von Gerd F. Trautmann aus einem Dorf der Lamani in Indien zu sehen.  »

 

Kunst der Welt: Lusophones Afrika

Das Beste aus beiden Welten

Manuala Jardim,  Guinea-Bissau

In der Reihe "Kunst der Welt" zeigt die Deutsche Welle Werke von Künstlern aus dem lusophonen Afrika. Die Bilder und Skulpturen sind bis Ende März täglich im Funkhaus Bonn zu sehen.  »

 



 

DW-TV EUROPA live

Journal (english) - With In Depth